Videoautomat Web

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Begonnen wird mit der zentralen Klasse einer jeden SalesPoint-Anwendung, dem Shop. Es wird eine neue Klasse VideoShop erzeugt, als Ableitung von Shop.
Begonnen wird mit der zentralen Klasse einer jeden SalesPoint-Anwendung, dem Shop. Es wird eine neue Klasse VideoShop erzeugt, als Ableitung von Shop.
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Der Konstruktor von VideoShop ruft den Konstruktor der Oberklasse durch den Befehl super() auf.
 
<code java>
<code java>
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package videoautomat;
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@Component
public class VideoShop extends Shop {
public class VideoShop extends Shop {
     public VideoShop() {
     public VideoShop() {
         super();
         super();
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        Shop.setTheShop(this);
     }
     }
}
}
</code>
</code>
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Der Konstruktor von ''VideoShop'' ruft den Konstruktor der Oberklasse durch den Befehl ''super()'' auf und setzt sich selbst über die statische Methode ''Shop.setTheShop()''. Dieser Aufruf bewirkt, dass die übergebene Instanz zur einzigen und global erreichbaren erhoben wird. Auf diese globale Instanz kann über die ebenfalls statische Methode Shop.getTheShop() von überall aus zugegriffen werden. Das hier angewandte Entwurfsmuster Singleton ist insofern zweckmäßig, da über dieses einzelne Shopobjekt nahezu alle global benötigten Daten gekapselt werden können.
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Die Annotation ''@Component'' verrät Spring, dass es sich um die Instanziierung dieser Klasse beim Start der Webapplikation zu kümmern hat.

Version vom 10:20, 31. Mär. 2010

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Frameworks erleichtern die Programmierarbeit in vielerlei Hinsicht. Sie können Datenstrukturen und Prozesse eines bestimmten Anwendungsgebietes vordefinieren und darüber hinaus einen sauberen Entwurf erzwingen. Dennoch bedeutet ihre Verwendung zunächst einen erhöhten Einarbeitungsaufwand für den Programmierer. Um diesen zu minimieren wurde die folgende Abhandlung geschrieben. Grundlage für das Verständnis dieses Tutorials ist der Technische Überblick über das Framework SalesPoint. Wer diesen bisher noch nicht gelesen hat, wird gebeten diese Abkürzung zu nehmen.

Spring Basics

Zusätzlich kommt als Webframework Spring zum Einsatz. Dieses Framework stellt ein MVC-Implementierung bereit, die Anfragen an den Webserver annimmt, an den richtigen Controller (das Salespoint-Web-Äquivalent zum Salespoint) weiterleitet, der auf dem Model (Catalogs, Stocks, Users) arbeitet und bestimmt welche View (JSP-Datei also HTML-Templates) als Antwort zum Browser zurückgesendet wird. Spring ist ein sehr umfangreiches Framework und hat viele weitere Einsatzgebiete als nur Webapplikationen. Es wird kein allumfassendes Verständnis darüber verlangt, bei auftretenden MVC-Problemen sowie Fragen zur Erweiterung hier angeführter Möglichkeiten sei die Spring-Dokumentation der Version 3 allerdings erste Anlaufstelle. Im Folgenden wird ein ganz grober MVC-Überblick von Spring geliefert. Es bestehen sehr viele andere Konfigurationsmöglichkeiten. Wir verwenden eine annotationenbasierte Konfiguration, die in der SalespointWebBlank.war hinterlegt ist und als Ausgangsbasis für eine neues Projekt benutzt werden kann.

Servlet Engine Konfiguration

In Javabasierten Webprojekten ist eine gewisse Verzeichnisstruktur vorgegeben. Wichtig hierbei ist, dass die Datei WebContent/WEB-INF/web.xml existiert, welche die grundlegende Konfiguration der Webapplikation darstellt. Neben dem Namen und einer Beschreibung der Applikation wird anhand von URL-Pattern festgelegt, welche Anfragen auf welche Servlets (Javaklassen, die ein gewisses Interface Implementieren) abgebildet werden. Da dies nur wenig Abstraktionsmöglichkeiten zulässt, definieren wir neben einem default-Servlet, das nur statische Dateien wie Bilder, CSS-Dateien, etc. ausliefert, nur einen großen FrontController, der alle Anfragen annimmt und delegieren somit das Abbildungsproblem an diesen. Im Falle von Spring ist dies der DisplatchServlet.

WebContent/WEB-INF/web.xml

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<web-app xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"
xmlns="http://java.sun.com/xml/ns/javaee"
xmlns:web="http://java.sun.com/xml/ns/javaee/web-app_2_5.xsd"
xsi:schemaLocation="http://java.sun.com/xml/ns/javaee http://java.sun.com/xml/ns/javaee/web-app_2_5.xsd" id="WebApp_ID" version="2.5">
 
<!--Basicsettings-->
<display-name>sp2010_videoautomat_web</display-name>
<description>SalesPoint2010-BlankWebapplication</description>
 
<!--Mapping of static resources-->
<servlet-mapping>
<servlet-name>default</servlet-name>
<url-pattern>/static/*</url-pattern>
</servlet-mapping>
 
<!--DispatcherConfig-->
<servlet>
<description>Spring MVC Dispatcher Servlet</description>
<servlet-name>dispatch</servlet-name>
<servlet-class>org.springframework.web.servlet.DispatcherServlet</servlet-class>
<load-on-startup>2</load-on-startup>
</servlet>
<servlet-mapping>
<servlet-name>dispatch</servlet-name>
<url-pattern>/</url-pattern>
</servlet-mapping>
 
</web-app>

Als Servlet Engine/Container wird Tomcat in der Version 6.x empfohlen.

Spring Konfiguration

Datei:spring_mvc.png

Die Grafik stammt aus der Spring Dokumentation und zeigt Spring's MVC-Prinzip. Der Frontcontroller entspricht, wie oben erwähnt, dem DispatchServlet. Dieser wird in der WebContent/WEB-INF/dispatch-servlet.xml näher konfiguriert.

Bevor darauf näher eingegangen werden kann, gilt es Spring's Dependency Injection zu verstehen. Die Idee dabei ist, Teile der Application möglichst lose miteinander zu koppeln - gemeinsame Abhängigkeiten nicht zwischeneinander ständig hinundherzureichen, sondern von außen zu injizieren. Man lässt somit Spring XML-konfiguriert Instanzen von Klassen erzeugen und jeweils untereinander injizieren.

WebContent/WEB-INF/dispatch-servlet.xml

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>															
<beans xmlns="http://www.springframework.org/schema/beans"
xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"
xmlns:p="http://www.springframework.org/schema/p"
xmlns:mvc="http://www.springframework.org/schema/mvc"
xmlns:context="http://www.springframework.org/schema/context"
xsi:schemaLocation="http://www.springframework.org/schema/beans
http://www.springframework.org/schema/beans/spring-beans-3.0.xsd
http://www.springframework.org/schema/context
http://www.springframework.org/schema/context/spring-context-3.0.xsd
http://www.springframework.org/schema/mvc
http://www.springframework.org/schema/mvc/spring-mvc.xsd">

 
<!-- messages for i18n -->
1 <bean id="messageSource" class="org.springframework.context.support.ResourceBundleMessageSource">
1.1 <property name="basename" value="messages" />
</bean>
 
<!-- use the interceptor-enabled annotation based handler mapping -->
2 <bean class="org.salespointframework.web.spring.annotations.SalespointAnnotationHandlerMapping">
<property name="messageSource" ref="messageSource" />
</bean>
 
<!-- scan this package for annotated controllers -->
3 <context:component-scan base-package="org.salespointframework.web.spring" />
 
<!-- very standard viewresolver -->
4 <bean id="viewResolver" class="org.springframework.web.servlet.view.InternalResourceViewResolver">
<property name="prefix" value="/jsp/" />
<property name="suffix" value=".jsp" />
</bean>
 
</beans>
  1. Erzeugt eine Instanz der angegebenen Klasse welche später per definierter id referenzierbar ist. In diesem Fall wird eine MessageSource-Instanz erzeugt, die für die Internationalisierung verwendet wird.
    1. Nach der Instanzierung wird per Setter das Attribut "basename" mit dem String "messages" gesetzt, was bedeutet dass im classpath die Datei messages.properties(sowie für weitere Sprachen z.b. messages_de.properties, messages_en.properties) erwartet wird, in der unter gewissen Codes die richtige Sprachversion des Textes abgelegt wird.
  2. Instanziiert ein Salespointspezifisches HandlerMapping, welches anhand von annotatierten Klassen ein URL-auf-Controller-Mapping bereitstellt.
    1. injeziert die MessageSource-Instanz
  3. Gibt ein Package an, in dem nach annotierten Klassen gesucht werden soll. Dieser Tag kann mehrmals einsetzt werden um mehrere Packages durchsuchen zu lassen.
  4. Erzeugt ein ViewResolver, der vom Controller zurückgegebene ViewNames auf einen Pfad zur JSP abbildet, z.B "index" => "/jsp/index.jsp"

Zusammenfassend bedeutet diese Konfiguration, dass das Package org.salespointframework.web.spring nach annotierten Klassen durchsucht wird, die selbst per Annotation bestimmen, auf welche URLs sie reagieren, und Strings zurückgeben, die vom viewResolver auf den Pfad zur JSP-Datei gemappt wird.

Der Grundaufbau

Aufbau des Shops

Begonnen wird mit der zentralen Klasse einer jeden SalesPoint-Anwendung, dem Shop. Es wird eine neue Klasse VideoShop erzeugt, als Ableitung von Shop.

@Component
public class VideoShop extends Shop {
public VideoShop() {
super();
Shop.setTheShop(this);
}
}

Der Konstruktor von VideoShop ruft den Konstruktor der Oberklasse durch den Befehl super() auf und setzt sich selbst über die statische Methode Shop.setTheShop(). Dieser Aufruf bewirkt, dass die übergebene Instanz zur einzigen und global erreichbaren erhoben wird. Auf diese globale Instanz kann über die ebenfalls statische Methode Shop.getTheShop() von überall aus zugegriffen werden. Das hier angewandte Entwurfsmuster Singleton ist insofern zweckmäßig, da über dieses einzelne Shopobjekt nahezu alle global benötigten Daten gekapselt werden können. Die Annotation @Component verrät Spring, dass es sich um die Instanziierung dieser Klasse beim Start der Webapplikation zu kümmern hat.

Persönliche Werkzeuge